Archivierung auf Mikrofilm

Motivation und Systemphilosophie

Ausgangslage Datenflut

Herkömmliche Verfahren zur Langzeit-Archivierung (>10Jahre) digitaler Daten stossen an Grenzen, die selbst für finanzkräftige Grossfirmen unüberwindbar werden können:

Die digitale Revolution beschert uns eine rasant wachsende Datenflut.

Die Datensicherheit ist gefährdet durch Datenträger, die nach ein paar Jahren instabil sind oder, was viel wahrscheinlicher ist, die spezifischen Lesegeräte sind nicht mehr vorhanden und die Dateiformatierungen nicht mehr interpretierbar.           

Die Erzeugung digitaler Daten ist heute alltäglich, die langfristig sichere Aufbewahrung (Archivierung) ist oftmals ungenügend gelöst.

Es entstehen hohe, und vor allem zwingend wiederkehrende Kosten für Migrationen.


Sicher“ heisst dabei:

Einfacher Zugriff:       einfach = technologieunabhängig
Kostengünstig:           auch in Zukunft (Technikmuseum?, Archivieren des Archivars?)

Welchen dieser Datenträger können wir heute noch lesen?
Instabile digitale Welt: kurzer Lebenszyklus von Speichermedien, Lesegeräten, Dateiformaten, Software, fehlende Metadaten, etc. 


Zwei Archivierungs-Strategien

Strategie A) Automatische, kontinuierliche Migration:

Ein Beispiel aus der Natur einer Systeminhärenten Migration à ist die Lust auf Sex für die Weitergabe des menschlichen Genoms à „digitaler Code wird repliziert“

DNA (Nukleinsäure)    AT - CG Paare   2 Bit

Aktuelles Forschungsprojekt der Universität Basel: www.distarnet.ch


Stein von Rosetta

à Einsatz eines Mediums, das so selten wie möglich migriert werden muss.
z.B. 500 Jahre stabiler optischer Datenträger (Ilfochrome® Micrographic )
Strategie B) Langzeitstabiles, technologie-unabhängiges Medium:


Anforderungen an eine migrationslose Archivierung

Die Garantie, dass eine Migration auch unter widrigen technischen oder finanziellen Bedingungen in ein paar Jahren stattfinden muss, ist unangenehm. Nur grosse Institutionen wie Grosskonzerne, Banken, Versicherungen, etc. verfügen über die notwendigen Mittel, um regelmässige Migrationen ihrer wichtigen Information sicherzustellen.

Aus diesem Grund anerbietet sich vor allem für statische Daten die Sicherung auf ein langzeitstabiles Medium, welches nicht migriert werden muss und mit einfachsten technischen Mitteln (optische Scanner, Kerze und Lupe) gelesen werden kann. Ein solches stabiles Medium ist der Ilfochrome® Micrographic Color Film, welcher 500 Jahre archivsicher ist und der sowohl mit analogen Bildern oder mit einem Bitcode beschrieben werden kann. Damit eignet er sich sowohl im Sinne der analogen Mikroverfilmung, die nun in einen digitalen Workflow (Scanning und anschliessende Ausbelichtung der Bilder auf den Film, Images-on-Film ) als auch als digitaler Datenträger, der einen Code aus Bits und Bytes (Bits-on-Film) über 500 Jahre sicher und ohne wiederkehrende Kosten speichern kann.

Das heisst:

Information in Form von Bild, Text oder sogar codierte Information, ein Bitcode, Metadaten (technische, Ordnungs-, Strukturelle-, etc.) werden

auf langzeitstabiles Medium geschrieben, das auch nach 500 Jahren
einfach (technologieunabhängig) gelesen und
interpretiert (offenes Datenformat) werden kann.

Systemphilosophie

Eine Mikrosave® Fiche von 10.5x14.8cm kann bis zu 3'600 Megabyte (3.6 Gigabyte) speichern (ein Grossfoto RGB TIFF bis 4x4Meter gross, oder entsprechend viele kleinere Dokumente)
Dabei kann der Informationsgehalt entweder mittels „Images-on-Film“ (als Bild oder Text in einer menschenlesbaren Darstellung; z.B. lateinische oder chinesische Schriftzeichen) oder mittels „Bits-on-Film“ als codierte Information, als Bitcode, gespeichert werden.
Der Zugang zum Informationsgehalt eines Mikrofilms ist wie folgt möglich:

         

Durch den Menschen dirket lesbar:

maschinenlesbar

Das analoge Bild:

Auge, Kerze; Lupe

Bildscanner

Metadaten als ASCII File

Auge,  Kerze, Lupe

Bildscanner + OCR

Metadaten als XML File

--

Bildscanner + OCR + XML

Bitcode

--

Bildscanner + Decoder (open source)


Unsere Lösung

Mikrosave® -on-Film ist die Kombination aus Hightech Nanotechnologie in Form von Laser-Recording und altbewährtem Farbmikrofilm. Das Verfahren Mikrofilm ab Daten eignet sich für zwei grundsätzliche Anwendungsgebiete:

1 Images-on-Film im Sinne der analogen Mikroverfilmung („abfotografieren“), die nun in einen digitalen Workflow überführt wird: Digitale oder digitalisierte (gescannte) Bilder werden durch Laser-Recording auf den Mikrofilm in höchster, reproduzierbarer Qualität auf Mikrofilm geschrieben.
2 Bits-on-Film: Ein digitaler Code aus Bits und Bytes wird für über 500 Jahre sicher und ohne wiederkehrende Kosten auf den Mikrofilm geschrieben (revisionssichere, kostengünstige Langzeitarchivierung von statischen, rein digitalen Daten)


Zusatznutzen des Mikrosave® -on-Film

Technologie-Entwicklung arbeitet uns in die Hände:

Das Scannen von Bildern gehört zu den digitalen Basistechnologien, die sich in den letzten Jahren nur im Detail verändert haben. Es kann behauptet werden, dass die technologische Entwicklung uns bessere und günstigere Scanner bescheren wird. Damit ist die einfache Verfügbarkeit der Lesehilfen für den Mikrofilm, sei es als Träger von analogen Bildern, Text oder von Bitcode, auch in Zukunft sichergestellt.
Der Mikrofilm kann nicht gefälscht oder manipuliert werden – damit ist die Information, die auf dem Film gespeichert ist, unveränderbar und revisionssicher archiviert.
Geringe Kosten des einmaligen Beschreibens des Medium Film – keine Folgekosten
Keine organisatorischen Kosten, da Migration und regelmässige Kontrollen entfallen.
Keine Lagerkosten
Microfilm ab Daten bindet sich nahtlos in heutige digitale Workflows ein: Das Digitalisieren älterer Bestände zum Ziele der besseren Zugänglichkeit kann weiterhin erfolgen. Sie konkurrenziert die Langzeitsicherung nicht, sondern bereitet sie vor.
Direkt digital erzeugte Bestände und digitalisierte Analogbestände können auf demselben Medium in einheitlicher Form gesichert werden. So können heterogene Archivbestände vereinheitlicht werden.

 

 

Unser Anspruch

Zukunftsfähige Gesamtlösungen zu günstigen Gesamtkosten:

In Archivfragen ist in langen Zeithorizonten zu denken, zu planen und zu kalkulieren. Die heute billigste Lösung kann untragbar hohe Kostenfolgen in der Zukunft bewirken. Die Vielfalt an Technologien und Standards macht es immer schwieriger, den Überblick zu behalten und die richtige Wahl zu treffen. Mit unseren Dienstleistungen sorgen wir für einen klaren Blick sowohl bezüglich technischer Lösungen als auch bezüglich der betriebswirtschaftlichen Auswirkungen.